Projekte

Vom Wettbewerbsgewinn bis zur preisgekrönten Publikation.

Jede Referenz erzählt Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis. Eine Auswahl unserer Projekte aus Stadt, Transfer und Kultur, die zeigt, wie wir arbeiten.

Stadt

Flora Momentum, Wettbewerbsgewinn 2025

Eine Kunstinstallation aus Lentikular-Drucken und Aufenthaltsmobiliar belebt den Stephanplatz und schafft ein neues städtisches Leitbild.

Ausgangslage

Für die Belebung des öffentlichen Raums am Stephanplatz in Karlsruhe wurde ein gestalterisches Konzept gesucht.

Auftrag und Vorgehen

ato gewann 2025 den Wettbewerb mit ihrer Einreichung „Flora Momentum“, einer Installation aus Lentikular-Drucken und Spiegelelementen. Künstlerische Arbeit: Hannah Cooke. Produktdesign: Jannik Lang. Konzept und Kuration: Norina Quinte. Inhaltlich befasst sich die Arbeit in Apothekennähe mit Heilpflanzen der Zukunft, die KI-basiert von der Künstlerin gestaltet wurden. Aus diesen Werken übertrug das Team die Formen und überführte sie zu städtischem Mobiliar.

Ergebnis

Umgesetzt wurden mehrere Sitz- und Stehinseln, eine bestehende Freiluftausstellung und eine bespiegelte Intervention auf der Apothekenfassade. Seit Mai 2025 frei zugänglich. Die Arbeit wurde verstetigt und kann auf dem Stephanplatz in Karlsruhe betrachtet werden.

Wettbewerb
2025 gewonnen
Ort
Stephanplatz, Karlsruhe
Zeitraum
ab Mai 2025 zugänglich
Beteiligte
Hannah Cooke, Jannik Lang, Norina Quinte
Flora Momentum · Stephanplatz Karlsruhe
Stadt

Kandel 2025, Konzepte zur Innenstadtbelebung

Wie eine klassische Kommune ihre Innenstadt neu denkt, mit Modellcharakter für andere Städte.

Ausgangslage

Die Stadt Kandel wollte ihre Innenstadt beleben und Leerstand begegnen. Ausgangspunkt war ein bestehendes Imagekonzept, das weiterentwickelt werden sollte.

Auftrag und Vorgehen

ato führte einen Workshop durch, in dem ein interdisziplinäres Team aus Stadtverwaltung und Künstler:innen das Imagekonzept mit spielerischen und kreativen Methoden weiterentwickelte. Die Ergebnisse wurden bei der öffentlichen Ausstellung „Stadt, Land, Fluss“, kuratiert und konzipiert von Sabine Adler und Tim Bohlender, präsentiert und von den Gästen bewertet.

Ergebnis

Erste Leitideen und konzeptionelle Ansätze entstanden. Eines der Konzepte zur Belebung der Innenstadt wird ab 2026 umgesetzt, weitere sind in Planung.

Auftraggeberin
Stadt Kandel
Ort
Kandel
Zeitraum
August 2025
am Workshop Beteiligte
Hannah Klein, Maike Denker, Sara Kim Haese, Lea Deutschmann, Benjamin Burkhard
Workshop · Kandel 2025
Stadt

Artini 2023–2025, Kunstbar als Leerstandsformat

Formatbeispiel für Leerstandbelebung. Wiederholbare Formate, ortsspezifisch anpassbar. Buchbar von Eigentümer:innen und Kommunen.

Ausgangslage

Innerstädtischer Leerstand braucht erprobte Nutzungskonzepte. Wechselnde Orte sollten parallel zur art Karlsruhe temporär neu bespielt werden.

Auftrag und Vorgehen

Projektbeispiel: Ein interdisziplinäres Team aus Kuratorinnen, Raumplaner:innen und Künstler:innen entwickelte mehrfach die temporäre Kunstbar artini, jeweils parallel zur art Karlsruhe. 2023 in einer ehemaligen Corona-Teststation am Hauptbahnhof Karlsruhe, 2024 in einer dreistöckigen Ladenfläche in der Karlsruher Fußgängerzone, 2025 in einem denkmalgeschützten Gebäude in Rheinstetten.

Ergebnis

Ein Vernetzungsort für Kunstpublikum und Stadtgesellschaft. Die Ausgabe 2025 zeigte über 20 künstlerische Positionen in einer ortsspezifischen Ausstellung mit breitgefächertem Rahmenprogramm und involvierte lokale Akteur:innen wie z. B. den Kunstverein.

Auftraggeberin
Stadt Rheinstetten (2025)
Ort
Hauptbahnhof Karlsruhe (2023), Karlsruher Fußgängerzone (2024), Rheinstetten (2025)
Zeitraum
jeweils im Februar 2023, 2024 und 2025
Kuratorische Leitung
Norina Quinte
Co-Kuration
Sabine Adler, Anna-Lina Helsen, Carolin Heel
Eröffnung · Artini 2024, Karlsruhe
Transfer

ARTCOM, Transfermethode mit dem KIT

Ein BMBF-Forschungsprojekt im Auftrag des KIT: eine agile Transfermethode aus Kunst und Wissenschaft.

Ausgangslage

Wissenstransfer zwischen Forschung, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft braucht Methoden, die über klassische Formate hinausgehen. ARTCOM versteht Kunst als Treiber für die Transformation von Infrastrukturen und sozialen Prozessen und entwickelt agile Transfermethoden für eine nachhaltige Infrastrukturentwicklung.

Auftrag und Vorgehen

Im Forschungsprojekt ARTCOM entwickelt ato gemeinsam mit dem KIT über die Dauer von 3 Jahren agile Transfermethoden, die wissenschaftliche und künstlerische Expertise in verschiedenen Formaten verbinden. Künstler:innen und Wissenschaftler:innen arbeiten direkt mit Vertreter:innen aus Politik, Stadtplanung und Wirtschaft zusammen. Kunst wird hier als eigenständige Expertise in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen.

Ergebnis

Ein übertragbarer Werkzeugkasten, dokumentiert und öffentlich verfügbar auf artcom.hub-bau.kit.edu. Angewendet unter anderem für die Entwicklung eines fachübergreifenden Transfercampus an der Hochschule Karlsruhe.

Auftraggeber
KIT, Karlsruher Institut für Technologie
Förderung
BMBF-Forschungsprojekt
Projektleitung KIT
Christina Becker, KIT Innovation HUB, in Zusammenarbeit mit Hannah Klein und Norina Quinte (ato)
Beteiligte Künstler:innen
Maike Denker, Benjamin Breitkopf, Kilian Kretschmer, Hannah Cooke
Ort & Zeit
Karlsruhe, 2023–2026
ARTCOM @ KIT · Transferformat in der Praxis
Kultur

WERKstattPALAST, Wissenschafts- und Kulturfestival am Rheinhafen

Was wir allein auf die Beine stellen, zeigt am besten, was wir für Kund:innen umsetzen.

Ausgangslage

Wie lässt sich ein öffentlicher Ort über Wochen als Treffpunkt für Kunst und Wissenschaft aktivieren? Der WERKstattPALAST näherte sich dem Thema (Infra-)Struktur aus vielen Perspektiven.

Auftrag und Vorgehen

ato konzipierte, baute und betrieb am Karlsruher Rheinhafen eine eigens errichtete fliegende Architektur. Über zehn Wochen lief ein kuratiertes Programm aus Salons, Performances, Werkstätten und Dialogen, in enger Zusammenarbeit mit dem KIT Innovation Hub – Prävention im Bauwesen. Rund 190 Beitragende aus ganz Deutschland gestalteten das Programm mit. Eine Ausstellung mit mehr als 40 Künstler:innen vervollständigte das Angebot.

Ergebnis

95 Veranstaltungen, über 5.500 Besucher:innen, mehr als 30 Expert:innen und über 70 Interviews, über 40 Künstler:innen.

Träger
Eigenproduktion ato
Ort
Karlsruher Rheinhafen
Zeitraum
12. August bis 15. Oktober 2022
Förderung
BMBF (heute BMFTR)
Luftaufnahme · Karlsruher Rheinhafen 2022
Kultur

Haus Marlene Poelzig, Berlin

Eine preisgekrönte Publikation über den Abriss eines Hauses und Fragen der Gleichberechtigung in der Baukultur.

Ausgangslage

Das 1929–1930 von der Architektin und Künstlerin Marlene Poelzig in Berlin-Grunewald entworfene Wohn- und Atelierhaus wurde 2021 abgerissen. Das warf Fragen zur Gleichberechtigung in der Baukultur und zum Umgang mit kulturellem Erbe auf.

Auftrag und Vorgehen

ato übernahm die Mit-Herausgeberschaft der Publikation „Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch“ (Urbanophil Verlag): Netzwerk- und Redaktionsaufbau, Recherche- und Interviewformate, die Arbeit mit Originalschriftstücken und die Releaseveranstaltung mit künstlerischer Installation. Beteiligt waren über 20 Autor:innen sowie die Künstler:innen Francis Karat und Constanze Zacharias.

Ergebnis

Die Print-Publikation erschien im Juni 2025, das Release fand am 28. Juni 2025 im Kino Babylon Berlin statt. Ausgezeichnet mit dem Architectural Book Award 2025 des Deutschen Architekturmuseums und der Frankfurter Buchmesse. Breite Resonanz in Süddeutsche Zeitung, taz, Bauwelt und im Deutschlandfunk Kultur.

Rolle
Mit-Herausgeberschaft
Auftrag
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Verlag
Urbanophil Verlag
Ort
Berlin-Grunewald
Zeitraum
2021 bis 2025
Auszeichnung
Architectural Book Award 2025
Publikation · Haus Marlene Poelzig, Berlin
Kultur

Orange Days, Intervention gegen Gewalt an Frauen

Eine künstlerische Intervention macht ein gesellschaftliches Thema im öffentlichen Raum sichtbar.

Ausgangslage

Anlässlich der UN-Kampagne „Orange the World“ sollte geschlechtsspezifische Gewalt im öffentlichen Raum von Karlsruhe sichtbar gemacht werden. Hierzu wurde ato gebeten, passende Künstler:innen zu vermitteln und die Aktion zu begleiten.

Auftrag und Vorgehen

Die Installation „Hermanas“ stammt vom Künstlerkollektiv Francis Karat. ato vermittelte das Kollektiv und begleitete die Realisierung: Gemeinsam mit dem Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung Karlsruhe wurden ausgewählte Denkmäler 16 Tage lang orange verhüllt und über QR-Codes mit einer digitalen Ebene verknüpft.

Ergebnis

Durch das starke visuelle Signal der Installation „Hermanas“ im Stadtraum entstand eine niedrigschwellige Aufmerksamkeit, die Wahrnehmung und Dialog anstieß. Berichterstattung unter anderem in BNN und ka-news.

Partner
Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung Karlsruhe
Künstler
Francis Karat (Kollektiv)
Ort
Karlsruher Innenstadt
Zeitraum
25. November bis 10. Dezember 2025 (16 Tage)
Hermanas Orange the World · Karlsruhe
Kultur

Rheinland-Pfalz Triennale 2026

Die Kuratorinnen Norina Quinte und Dr. Carolin Heel konzipierten und kuratierten in leitender Funktion das neue Format der Landeskunstschau Rheinland-Pfalz, die erste Rheinland-Pfalz Triennale.

Ausgangslage

Das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz beauftragte den BBK Rheinland-Pfalz mit der Organisation eines neuen Formates, das künstlerisches Schaffen mit Bezug zum Bundesland vermittelt, Ausstellungsräume neu erfahrbar macht und in den Dialog mit Geschichte tritt. Hierfür wurde die Stelle der kuratorischen Leitung ausgeschrieben.

Auftrag und Vorgehen

Aus über 500 Einreichungen wählte das Kuratorinnen-Team in Zusammenarbeit mit einer Fachjury 53 künstlerische Positionen aus. Im Zentrum stehen neue Präsentationsformate und narrative Ansätze, die die klassische Ausstellungspraxis herausfordern.

Ergebnis

Ausstellungsdauer von 24. April bis 31. Mai 2026 in Trier, Rheinland-Pfalz. 12 vielfältige Ausstellungsorte wie der Dom St. Peter, das Rheinische Landesmuseum, die Kunsthalle Trier, die Tuchfabrik TUFA, Leerstände, die profanierte Pauluskirche, UNESCO-Welterbestätten wie z. B. das Amphitheater Trier und der öffentliche Raum.

Rolle
Kuratorische Leitung: Norina Quinte (ato) & Dr. Carolin Heel
Veranstalter
BBK Rheinland-Pfalz und Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration
Orte
Trier: 12 Orte, u. a. Dom St. Peter, Rheinisches Landesmuseum, Kunsthalle, Tuchfabrik TUFA, Amphitheater
Zeitraum
24. April bis 31. Mai 2026
Auswahl
53 Positionen aus über 500 Einreichungen
Das Team der Rheinland-Pfalz Triennale 2026 · Trier